Traumdeutung Tod nach C. G. Jung

Träume vom Tod sind keine Vorhersage und wurden in einer jungianischen Lesart nie so gelesen. Es ist meist ein Bild davon, dass etwas endet — ein Abschnitt, eine Rolle, ein Verhältnis zu dir selbst. Genau deshalb kommen sie bei großen Veränderungen zurück, auch bei guten.

Es kommt darauf an, wie es aussah

  • du stirbsteine Gestalt von dir endet, nicht du
  • ein naher Mensch stirbthäufiger über deine Bindung zu diesem Menschen als über ihn
  • eine Beerdigungetwas schließt sich und will einen Abschied
  • ein Toter, der sprichtetwas aus der Vergangenheit hat noch etwas zu sagen

Eine Frage an dich

Was endet gerade in deinem Leben — und wurde es schon irgendwo laut ausgesprochen?

Und deiner wird Symbol für Symbol gelesen

Das kann ein Traumlexikon nicht: es liest den Traum, den du wirklich hattest. Du schreibst ihn in deinen eigenen Worten — ein Haus, in dem du nie gewohnt hast, eine kleine Tür unter der Treppe, ein Schlüssel, der nicht passte — und jedes dieser Bilder wird einzeln genommen, mit dem, was es für dich tragen kann.

Dann kommt der Archetyp, in dem der Traum steht — etwa die Schwelle —, eine Überlegung, die ihn mit deinem eigenen Horoskop verbindet, und am Ende eine Frage zum Dabeibleiben. Keine Antwort. Eine Frage.

Eine Traumdeutung braucht ein Konto, weil der Traum gespeichert wird — und genau darum geht es: der Sinn zeigt sich, wenn dasselbe Bild ein drittes Mal wiederkommt. Das Konto ist kostenlos, die ersten Deutungen ebenfalls.

Bei manchen Träumen ist Deutung nicht angebracht. Zeigt der Text ein Signal einer echten Krise, deutet die App den Traum nicht und sagt es.

Einen Traum aufschreiben