Archetypen nach C. G. Jung in der Astrologie
Ein Archetyp ist ein wiederkehrendes Muster, das in Geschichten, Träumen und Charakteren über Kulturen hinweg auftaucht. Der Begriff stammt vom Schweizer Psychiater C. G. Jung und bedeutet ungefähr dies: menschliche Erfahrung hat einige Grundformen, die wir wiedererkennen, auch wenn wir sie nie studiert haben — die Mutter, der Begleiter, der Schatten, der Suchende.
In der Astrologie dient der Archetyp dazu, das Ganze zu benennen. Statt einer Liste — „Venus im Stier, Mond im sechsten Haus“ — bekommst du ein Bild, das es zu einer sinnvollen Gestalt zusammenfügt.
Die bekanntesten Archetypen nach Jung
Jung hat keine abgeschlossene Liste hinterlassen — Archetypen sind keine Schubladen, sondern Formen, die wiederkehren. Diese kommen bei ihm am häufigsten vor:
- Der Schatten — was du an dir nicht anerkennst und deshalb bei anderen sofort siehst.
- Die Persona — das Gesicht nach außen; die Maske, mit der du auftrittst.
- Anima und Animus — der weibliche Anteil im Mann und der männliche in der Frau, so wie Jung es formuliert hat.
- Das Selbst — die Mitte, die Bewusstes und Unbewusstes zusammenhält; das Ziel des Weges, nicht sein Anfang.
- Die Mutter — das, was nährt und trägt, und ebenso das, was erstickt.
- Der alte Weise — der, der weiß und führt; in Geschichten taucht er auf, wenn der Held sich verirrt.
- Der Held — der aufbricht, sich stellt und verändert zurückkommt.
- Der Trickster — der die Regeln bricht und damit bewegt, was feststeckte.
Und deiner hat einen Namen
Das gibt dir kein Lexikon: dein Archetyp lässt sich aus deinem Geburtshoroskop berechnen. Du wählst ihn nicht aus einer Liste — er entsteht aus zwei Schichten deiner Geburt, dem chinesischen Tier deines Jahres und dem stärksten Planeten in deinem Horoskop.
Was dabei herauskommt, ist kein einzelnes Wort, sondern ein Bild mit eigenem Namen — zum Beispiel Der geduldige Erbauer im Garten — samt dem, worin seine Stärke liegt und wo sein Schatten ist. Kostenlos und ohne Anmeldung.
Warum ein Bild und keine Tabelle
Eine Liste von Daten merkt sich niemand, und sie sagt einem nichts. Ein Bild schon. Der Archetyp ist nicht genauer als eine Tabelle — er ist einprägsamer, und mit ihm lässt sich über sich selbst nachdenken.
Am Ende bekommst du kein Urteil, sondern eine Sichtweise: eine Art, dich anzusehen, die du vorher nicht hattest. Darum geht es in der ganzen App.